Am 13. Marz 2025 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) neue Handlungsempfehlungen zur Absicherung der OT von Verteilnetzbetreibern vorgelegt. Das Dokument „Monitoring in der Stationsautomatisierung“ adressiert die Absicherung gegen Cyberangriffe auf Anlagen der Stromversorgung und unterstreicht damit deren herausragende Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Die Handlungsempfehlung unterstützt Betreiber kritischer Infrastrukturen dabei, den wachsenden Herausforderungen beim Schutz ihrer OT-Systeme vor Cyberangriffen erfolgreich zu begegnen.

 

Warum sind Umspannwerke 
ein attraktives Ziel?

Anlagen der Stromversorgung wie Umspannwerke und Kraftwerke sind ein zentraler Bestandteil der Stromnetze und damit essenziell für die Versorgungssicherheit auch durch andere kritische Infrastrukturen. Diese Kritikalität macht sie zu einem attraktiven Ziel für Cyberangriffe, insbesondere in Zeiten zunehmender Vernetzung und Digitalisierung. Eine gezielte Absicherung dieser Anlagen ist daher unabdingbar.

Ziele der Handlungsempfehlung

Die neue Handlungsempfehlung des BSI zielt darauf ab, die Integration von Anlagen der Stromversorgung in bestehende Systeme zur Angriffserkennung zu beschleunigen oder alternativ eine initiale Überwachung dieser Systeme zu etablieren. Damit ergänzt sie die am 18. November 2024 aktualisierte BSI-Orientierungshilfe für Systeme zur Angriffserkennung, indem sie spezifische Anforderungen der Stationsautomatisierung berücksichtigt.

 

Kernaspekte der Handlungsempfehlung

Die Handlungsempfehlung beleuchtet mehrere Themenkomplexe, darunter:

 

Dokumentation der Anlagen

Eine vollständige und aktuelle Dokumentation ist die Grundlage für eine wirksame Überwachung. Hierzu gehören neben einer Geräteliste (OT-Assetinventar) auch der Netzplan, ein Übersichtsschaltbild und Informationen zur Parametrierung der OT-Geräte. Im Falle von IEC61850-Anlagen sollte eine vollständige und aktuelle SCD-Datei verfügbar sein.

Protokollierung

Die Nutzung von OT-Angriffserkennungssystemen zur Protokollierung sicherheitsrelevanter Ereignisse ist essenziell. Es sollte darauf geachtet werden, dass alle relevanten Netzbereiche bei der Überwachung berücksichtigt werden. Angriffserkennungssysteme mit (spezifikationsbasiertem) Allow-List Ansatz können den Aufwand dabei reduzieren.

Detektion und 
Reaktion

Sicherheitsrelevante Ereignisse müssen zeitnah erkannt und Reaktionsmaßnahmen eingeleitet werden.

Zeitnahe 
Bewertung

Die Bewertung von sicherheitsrelevanten Ereignissen muss in Echtzeit erfolgen. Hochwertige und verständliche Darstellungen der Informationen können diesen Prozess erleichtern und ermöglichen eine Erstbewertung bereits in der Netzleitstelle.

Funktions-
überwachung

Anlagen sollten regelmäßig auf ihre projektierte Funktionalität hin überprüft werden.

Vorteile spezialisierter 
OT-Angriffserkennungssysteme

Durch die Besonderheiten von OT-Netzen sind die Monitoringmethoden aus der Büro-IT nicht immer anwendbar. Die Nutzung spezialisierter OT-Angriffserkennungssysteme kann die Erkennung von Angriffen und Fehlfunktionen erheblich erleichtern und Reaktionszeiten bei sicherheitsrelevanten Vorfällen in Energieanlagen verkürzen. Durch die gezielte Überwachung dieser OT-Systeme wird ein essenzieller Beitrag zum Schutz kritischer Dienstleistungen geleistet.

 

Die neuen BSI-Handlungsempfehlungen bieten Betreibern von Energieanlagen eine wichtige Orientierungshilfe für den Schutz ihrer Infrastruktur. Gerade angesichts der steigenden Bedrohungslage ist die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Risiko von Cyberangriffen zu minimieren.

Weitere Informationen finden Sie hier in den offiziellen Dokumenten.

StationGuard

OT-Angriffserkennung, Schwachstellenmanagement, Asset Inventar und Funktionsüberwachung

Lückenlose Erkennung für Ihr 
OT-Netzwerk

Sichern Sie alle Ihre Anlagen sofort mit einer Lösung, die speziell für kritische Infrastrukturen entwickelt wurde. StationGuard überwacht die gesamte Kommunikation in Echtzeit, erkennt Bedrohungen und Fehlfunktionen und erfordert keine Lernphase - der Schutz beginnt vom ersten Tag an.

Erfahren Sie mehr

 

Das könnte Sie auch interessieren

News und Aktuelles